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Carsharing ist der moderne Begriff für “Auto teilen”. Dabei geht es nicht darum, privat mit dem Partner oder Bekannten ein Auto zu besitzen, sondern sich mit völlig fremden ein Auto zu teilen. Eigentlich hat man mit den anderen Nutzern nichts zu tun und man fährt auch nicht immer wieder das gleiche Auto. Aber das Prinzip ist sehr einfach:
Carsharing entstand 1988 in Berlin, wo die erste Organisation gegründet wurde. Mittlerweile teilen sich rd. 200.000 Menschen mehr als 5.000 Fahrzeuge in über 300 Städten.
Um am Carsharing-Programm teilzunehmen, muss man sich zunächst für eine lokale Carsharing-Organisation entscheiden und sich dort anmelden. Meist wird eine Anmeldegebühr dafür verlangt. Selbstverständlich muss man einen Führerschein besitzen. Zumeist gibt es verschiedene Angebote für Studenten, Bahnfahrer usw. Die Preise variieren also. Wenn der Carsharing-Anbieter sein “OK” gegeben hat, kann man sich an einer Sammelstelle ein Fahrzeug abholen, reserviert wird über Internet oder Telefon, oftmals kann man sogar kurzfristig reservieren. Es gibt verschiedene Autotypen und dementsprechend auch verschiedene Preisklassen.
Berechnet wird jedes Mal nur die Zeit sowie die gefahrenen Kilometer. In seltenen Fällen wird eine Grundgebühr zum Verleih erhoben, jedoch sind alle Fixkosten wie Wartung, Steuern und Versicherung in den Nutzungsentgelten bereits enthalten. Vollgetankt werden muss, wenn der Tank weniger als ein Viertel voll ist. Dafür gibt es aber eine Tankkarte, die bereits im Auto platziert ist. Selbst Reinigung und Reparaturen werden vom Anbieter getragen.
Die Frage, für wen sich dieses Projekt lohnt, in Anspruch zu nehmen, kann man mit “ja” beantworten, sofern man im Jahr nicht mehr als 12.000 km fährt und nicht jeden Tag auf ein Auto angewiesen ist. Die Umwelt profitiert in jedem Fall davon, da sich rein rechnersich ca. 38 Personen ein einziges Auto teilen. Eigene Wagen werden entweder ab- oder gar nicht erst angeschafft, was Energie spart und Emissionen reduziert. Die Autos der Carsharing-Agenturen werden zudem gut gewartet und alle drei bis vier Jahre ausgetauscht. Es wird immer auf einen benzinsparenden Motor und den neuesten ökologischen Stand des Fahrzeugs geachtet.
Wer zu Hause kein eigenes Auto vor der Tür stehen hat, überlegt sich zudem genau, wann er wirklich eines benötigt und nutzt somit häufiger öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrrad bzw. geht zu Fuß. Nach einer Schweitzer Studie verringert jeder Carsharing-Nutzer jährlich seine private C02-Produktion um 290 Kilogramm.
Carshring-Anbieter hoffen zudem auf Elektroautos. Noch sind sie zu teuer, aber sie sind positiv dazu eingestellt, sie in den kommenden Jahren häufiger anbieten zu können.
Alternativen zum Carsharing wären z.B. auch Mitfahrgemeinschaften, wo Fahrer Mitfahrgelegenheiten anbieten und Fahrgäste Mitfahrgesuche aufgeben können.
Pendler, die morgens mit dem Auto zum Bahnhof fahren, können sich ebenfalls zusammenschließen.
Sogar bei der Bahn lässt sich Geld sparen, indem man unterschiedliche Spartickets, wie etwa das Länderticket für fünf Personen in Anspruch nimmt. Wer eine Fahrkatrte hat, gibt Abreisort und –datum im Internet bekannt und sucht sich eine entsprechende Anzahl unbekannter Mitreisender.
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Seit dem 31. Oktober 2011 ist in Offenbach ein Elektrobus unterwegs. Er wird im öffentlichen Verkehrsmittelbereich eingesetzt und ist probeweise bis zum 15. Dezember 2011 auf der Linie 103 zu benutzen. Diese führt von Offenbach über Mühlheim nach Frankfurt.
Der Bus hat eine Länge von 12 Metern und wird mit einem permanten Magnetmotor betrieben. Dieser gewinnt seine elektrische Energie aus sieben Lithium-Batterien, die über eine Gesamtkapazität von 150 kWh verfügen und zusammen ein stattliches Gewicht von zwei Tonnen aufbringen. Mit der Leistung von 150kWh ist es möglich, eine Strecke von 120 bis 160 Kilometern zurückzulegen.
Nach dieser Zeit muss der Bus an die stationäre Ladestation im Betriebshof angeschlossen werden. Die Ladezeit beträgt drei Stunden. Für Notfälle gibt es zusätzlich noch eine On-Board-Ladevorrichtung, über die der Bus auch an jeder Steckdose aufgeladen werden kann. Bei der Aufladung wird vom Elektromotor keinerlei Emission erzeugt. Zudem ist er sehr geräuschsarm, innen sowie außen.
Ganz ausgeklügelt ist die Technik leider noch nicht- noch fliegen hin und wieder Sicherungen raus und die Achsen müssen an normale Straßen angepasst werden, da sie nicht so eben sind wie Rollfelder.
Für die Strecke Offenbach – Frankfurt sind derzeit zehn Busfahrer und vier Werkstattmitarbeiter für das Fahren und Warten des E-Busses geschult worden. Zudem gibt es an Bord eine Servicekraft, die Fahrscheine verkauft und Auskünfte gibt. Der Fahrer sitzt in einer geschlossenen Kabine.
Hersteller des ersten Elektrobusses, der den Anforderungen im Linienverkehr gerecht wird, ist die Conrac GmbH Wiesbaden. Etwa 450.000 Euro kostet ein Fahrzeug zurzeit. Ein vergleichbares Dieselfahrzeug liegt bei ca. 220.000 Euro. Jedoch ist man zuversichtlich, dass sich der Preis um ca. 150.000 Euro reduziert, sobald in Serie gebaut werden kann.
Für dieses Projekt ist weiterhin geplant, dass Elektroautos und Pedelecs in der Innenstadt an der S-Bahn Station Marktplatz ausgeliehen werden können. Gefördert wird das Ganze vom Bundesverkehrsministerium mit 130 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II bis 2013.