Seit dem 31. Oktober 2011 ist in Offenbach ein Elektrobus unterwegs. Er wird im öffentlichen Verkehrsmittelbereich eingesetzt und ist probeweise bis zum 15. Dezember 2011 auf der Linie 103 zu benutzen. Diese führt von Offenbach über Mühlheim nach Frankfurt.
Der Bus hat eine Länge von 12 Metern und wird mit einem permanten Magnetmotor betrieben. Dieser gewinnt seine elektrische Energie aus sieben Lithium-Batterien, die über eine Gesamtkapazität von 150 kWh verfügen und zusammen ein stattliches Gewicht von zwei Tonnen aufbringen. Mit der Leistung von 150kWh ist es möglich, eine Strecke von 120 bis 160 Kilometern zurückzulegen.
Nach dieser Zeit muss der Bus an die stationäre Ladestation im Betriebshof angeschlossen werden. Die Ladezeit beträgt drei Stunden. Für Notfälle gibt es zusätzlich noch eine On-Board-Ladevorrichtung, über die der Bus auch an jeder Steckdose aufgeladen werden kann. Bei der Aufladung wird vom Elektromotor keinerlei Emission erzeugt. Zudem ist er sehr geräuschsarm, innen sowie außen.
Ganz ausgeklügelt ist die Technik leider noch nicht- noch fliegen hin und wieder Sicherungen raus und die Achsen müssen an normale Straßen angepasst werden, da sie nicht so eben sind wie Rollfelder.
Für die Strecke Offenbach – Frankfurt sind derzeit zehn Busfahrer und vier Werkstattmitarbeiter für das Fahren und Warten des E-Busses geschult worden. Zudem gibt es an Bord eine Servicekraft, die Fahrscheine verkauft und Auskünfte gibt. Der Fahrer sitzt in einer geschlossenen Kabine.
Hersteller des ersten Elektrobusses, der den Anforderungen im Linienverkehr gerecht wird, ist die Conrac GmbH Wiesbaden. Etwa 450.000 Euro kostet ein Fahrzeug zurzeit. Ein vergleichbares Dieselfahrzeug liegt bei ca. 220.000 Euro. Jedoch ist man zuversichtlich, dass sich der Preis um ca. 150.000 Euro reduziert, sobald in Serie gebaut werden kann.
Für dieses Projekt ist weiterhin geplant, dass Elektroautos und Pedelecs in der Innenstadt an der S-Bahn Station Marktplatz ausgeliehen werden können. Gefördert wird das Ganze vom Bundesverkehrsministerium mit 130 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II bis 2013.