Biokraftstoff verkauft sich schlecht

Nachdem viele Autofahrer den Biosprit nicht tanken wollen, ergreifen die Mineralölkonzerne neue Maßnahmen: So bietet der Tankstellenbetreiber Shell Versicherungen gegen Schäden von E10 an den Autos an. Voraussetzung ist jedoch, dass die Autofahrer zu mindestens 80% bei Shell tanken.

Auch Aral denkt darüber nach, mehr Kunden für E10 zu werben. Das sei mit Wirtschaftsminister Rainer Brüderle vor wenigen Wochen auf dem Benzingipfel besprochen worden. Esso hatte vor einigen Tagen testweise die Preise für E10 weiter gesenkt. Das Gegenteil war der Fall bei Total und Deutsche BP: Die Nachfrage war so gering, dass bei ihnen weniger E10 produziert wurde. In den drei Raffinerien Leuna, Schwedt und Karlsruhe wurde die Produktion angepasst. Es wurden mehr Mengen des herkömmlichen E5-Benzings, das nur 5% Alkohol enthält und aus Getreide oder Zuckerrohr hergestellt wird, produziert.

In den drei Monaten, die E10 auf dem Markt ist, hat sich die Akzeptanz der Autofahrer jedenfalls nicht verbessert. Nur ca. ein Drittel aller Autofahrer sollen laut dem Aral-Sprecher E10 tanken. Wenn sich daran nichts ändere, würden die vorgeschriebenen 6,25% der Biokraftstoffquote bis zum Jahresende nicht eingehalten werden können. Das würde bedeuten, dass den Tankstellenbetreibern Strafen von mehreren Millionen Euro drohen würden.

Unbegründet sind die Zweifel an E10 jedoch nicht, anfangs trugen einige Pannen dazu bei. Die Autoindustrie machte sich dann mit einem Versprechen für E10 stark, dass ihre Autos mit dem neuen Biosprit betankt werden können. Gleichzeitig herrscht Verwirrung bei den Tankstellen, wo teilweise noch E5 Benzin aus beschrifteten E10 Zapfsäulen fließt.

Related Blogs

    Kommentieren

    Netzwerke
    http://www.tankgutscheine.eu http://www.tankgutscheine.eu